"Das größte Hindernis im Leben ist die Erwartung, die uns an das Morgen bindet und uns(!) das heute verlieren lässt. Was in der Hand des Schicksals liegt, darüber willst du verfügen, was du selbst in der Hand hast, das lässt du los." Seneca "Das Leben ist kurz!"
"Geht das, Glück und Klarheit zusammen? Einsamkeit ist keine Kunst - das Verhältnis von Individuum Gruppe Öffentlichkeit, von Liebe und Entfremdung muss sich ändern damit wir letztere mal loswerden. Bizarre, langweilige, spießige Verhältnisse gibt es auch bei privilegierten Linken, die es offiziell nicht sind, genug, die Schuld ist dekonstruiert, der eigene Geschmack a.k.a. Selbsterkenntnis (S.E.K.?!) geht schnell im Herdentrieb unter, ohne das was passiert, während viele Zusammenhänge, auch die abstrakteren nicht ganz begriffen werden. Allein das Gefühl macht noch keine Liebe. Wieso diese Unlust an großen Umwälzungen, wollen sich linke Projekte begraben, braucht es erstmal massiven Input von außen? +++ Mach dich nicht kaputt aber tritt hinter deinem Projekt zurück, greif in die Öffentlichkeit ein und kämpf' mit anderen gegen unfreiwillige Armut, Sterilität, Diskriminierung, Verdummung, Wahn, Faschismus & beschissene Verträge. Wann ist 'ne Alternative eine Alternative? Was ist also denken, welche Prioritäten und Grundannahmen müssen geändert werden, besser mit der Komplexität, der Ratlosigkeit / Beliebigkeit / Ohnmacht umzugehen?
Was nervt bei vielen "Linken"?
Aus Linke Zeitungen
Das dabeisein reicht vielen ja schon aus, oft reicht schon Kleinkram aus um viele zufriedenzustellen und sich an Mangel zu gewöhnen, ein Szeneproblem? Es ist zu eng in Berlin um sich frei zu entfalten, es ist flach, sandig, Beton... Passivität, Sex, Macht, Status, Flucht, Identität, die täglichen Spiele um Aufmerksamkeit und die Angst vor dem eigenen Eros prägen das Stadtbild mit, und eine der größten Tugenden scheint es bei vielen Preußen zu sein sich über sachen aufzuregen ohne sie in Angriff zu nehmen als ob es zum guten Ton gehört sich die Laune zu versauen.
Nicht reflektieren, Egoismus als Verbindendes Element einer Gruppe zu tarnen, feudale Strukturen die das organisieren, denken und zusammensein prägen - und so kollektiv neue Klarheit verhindern(!) sind immernoch vorhanden. Wohlgemerkt sind manchmal Unternehmen schneller und flexibler als viele Linke und Verwaltungen und in ihrem Rahmen manchmal manchmal sogar respektvoller / liebevoller. Klar, isolierte Betrachtungen weisen immer wieder in Richtung Faschismus und führt zu Machtmissbrauch. Wer etwas festhält verliert es (Lao Tse), das gilt für die Identität einer Jugendkultur wie für andere Sachen. Lockerer Tiefgang für die Massen ist einer der Prüfsteine linker oder besser noch Gleichberechtigung suchender Bewegungen will man nicht nur in Berlin sondern dadrüber hinaus mehr schaffen, und sich nicht nur auf recht kleine Organsnisationen beschränken die sich den Abwehrkämpfen stellen (so toll das ist Leute)! Es wird nicht helfen Abgründe auf andere zu projezieren, das führt eher zu verabsolutierten Meinungen, und Härte, Schuld, Geistlosigkeit - davon gibt es genug! Ob Tolerants das Gegenteil von Liebe und Ruhe der Gegenpart zu Frieden ist? Wahrheitsliebe, Feinsinn und Lust an geistigen Prozessen sind ziemliche Mangelware... so wichtig es ist Potential zu Befreien, darf da doch nicht stehengeblieben werden, viele Linke scheinen ihre Startlöchern zu mögen. Für Auseinandersetzungen braucht es mehr zur Sicherung eigener Unabhängigkeit als die Ausbildung in der Uni. Bildung ist mehr, sie erklärt Zusammenhänge, die auch im Alltag relevant werden können (Kapitalismus und Liebe beispielsweise), denn wozu sich mit Härte, Ödnis, Entmündigung, Diktatur im Kleinen, verdrängter Wut in der Öffentlichkeit und Unschönem abzufinden und dem typisch Deutschen sich unter Druck setzen lassen, damit man alles behalten kann und sich nicht geben braucht? Mut zu schaffen kommen von selbst, wenn bestimmte Prinzpien kritisch betrachtet werden: Masse und Macht, Überwachen und Strafen, Biomacht und Selbsttechnik. Das grad mit der globalisierten Völker(?)wanderung und der sexuellen Befreiung eine gesellschaftliche Ordnung zerfällt, auf die so vieles aufbaut, gestehen sich viele nicht ein und ebenso dass Egoismus sich prima damit tarnt unbewußt zu sein, um vor Konsequenzen außuwichen. Liebe steht und fällt schon mit der Autonomie der Kinder, und mit Eltern die ihre Kids zum Objekt ihrer Unsicherheit machen. Leider interessieren sich viele Szenemenschen für Kinder und junge Eltern, ohne jetzt auf die Schiene vieler Nationalisten, Rassisten, Faschos aufzuspringen, wie sollen gemeinschaftliche Projekte entstehen wenn sich nichtmal um die Versorgung junger Eltern gekümmert wird? Kontrolldrama. Szene. Falsche Leistungsideale lähmen genauso wie ständiges abhängen dass oft die eigene Lust- und Hilflosigkeit verdeckt. Hm? Eine Politik die aus tiefer Selbstachtung heraus gemacht wird ist selten und Machtgeilheit und andere Äußerlichkeiten vergeuden Zeit die kaum da ist! „Jede Generation hat das gleiche Problem, kaum rennen sie los schon bleiben sie stehen“. We go home with the feeling of our beautifull lies, so kann man ewig zitiert, Faust dem gesagt wird „du gleichst dem Geist den du begreifst nicht mir... fühlt - ihr werdet's nie erjagen“ and so on... Verbindlichkeit rettet vielleicht aus der Beliebigkeit der Stadt. Flüchten oder Standhalten? Beschäftigungstherapie oder neue Klarheit? Wo fängt Irrationalismus an und wo hört Fantasie auf? Einfache Antworten sind gefährlich - fragt sich nur was die komplexen Vorgänge jenseits des Lebens aus Uni und politischen Gruppen in Bewegung bringt? Gerne wird ja drauf verwiesen dass die Komplexität der heutigen Zeit lähmt, eine unerhörte Aussage, die Ereignisse wie die Aufstände in Argentinien 2001 mit ihren Besonderheiten gerne außer acht lässt, wie viele andere Beispiele ebenfalls. Kill T.i.n.a. (There is no alternativ, Es gibt keine Alternative) trau dich mal in eine alternative Zukunft zu denken, auch im Großen, jenseits von missbrauchten oder falschen Idealen.

